Das göttliche Dreieck

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Das Mysterium des göttlichen Dreiecks -

das Mysterium unseres Lebens

 

Um unser Leben zu verstehen, müssen wir zuvor das Mysterium unseres irdischen Lebens lüften, das ausgehend von Gott, einer göttlichen Schöpfung entspricht und sich über einem göttlichen Dreieck als Realität zusammensetzt. Dieses göttliche Dreieck setzt sich zusammen aus wissend, erfahrend und seiend - und sind die Bereiche des Lebens, die unser persönliches Leben ausmacht und wir als Realität erleben. Deshalb habe ich auch dieses Buch in diese drei Bereiche untergliedert. Mit dem Verstehen und Umsetzen dieser drei Lebensbereiche in unser persönliches Leben, wird das Leben einfach – und werden einfach Leben.

 

Die Polarität unseres Leben

 

In unserem realen Leben – dem Leben der Relativität – hat alles zwei Seiten. Es besteht zu jedem Ding ein Gegensatz. Es handelt sich dabei um das irdische Gesetz der Polarität. In unserer Realität entsteht ein Gleichgewicht unseres Bewusstsein erst durch Gegensätze wie: Anfang und Ende, unter und oben, links und rechts, hell und dunkel, kalt und warm, groß und klein, Liebe und Hass, Freude und Traurigkeit, gut und böse, siegen und verlieren, Arm und Reich, Erfolg und Misserfolg usw. Diese Gegensätze sind das Yin und Yang in unserem Leben und drücken sich am stärksten in den zwei Geschlechtern „dem männlichen“ und „dem weiblichen“ aus.

 

Um unser Leben wahrhaft bewusst leben zu können, und damit über das Wissen die Erfahrung machen, was Leben in den verschiedenen Varianten und Möglichkeiten bedeutet, sollten wir einmal diese Seiten als Erfahrung kennen gelernt haben. Es gehört einfach dazu, dass wir einmal die „dunkle“ und auch die „helle“ Seite des Lebens kennen lernen. Wobei dunkel oder hell letztendlich noch eine Betrachtungsweise ist.

 

Wir kennen wahrscheinlich das Lied “über sieben Brücken musst du gehen!“ Das Lied hatte ich ein paar Tage zuvor gehört, bevor ich diese Zeilen schrieb, und habe es im Zusammenhang mit diesem Kapitel gebracht. In dem Lied wird darauf hingewiesen, dass wir manchmal wie „Asche sein“ werden aber manchmal auch der „helle Schein“.

 

Wer von uns Menschen hat nicht schon einmal oder mehrfach die Frage gestellt: Warum ist das Leben so und warum geschehen all die Dinge, die geschehen? Die Antwort darauf ist: Die Güte Gottes oder des Göttlichen zeigt sich nicht darin, in dem wir in unserem Leben nur das Erfahren, was wir Vollkommenheit nennen. Er oder es zeigt seine Liebe nicht darin, dass es uns nicht erlaubt, dass wir unsere Liebe zeigen. Wir können nicht wirklich wissen, was Liebe ist – und nicht Liebe fühlen und zeigen -, wenn wir nicht auch die Nicht-Liebe erfahren, gefühlt und gezeigt haben. Wir können nicht wirklich wissen, was „Gut“ ist, wenn wir nicht auch das „Böse“ erfahren haben. Ebenso verhält es sich mit „kalt“ und „warm“ und den vielen weiteren Gegensätzen. In unserer Welt der Relativität kann ein Ding nicht ohne sein Gegenteil sein. Das ist das Mysterium des Universums.

 

Das Dreieck des ewigen Seins

 

Im Reich des Absoluten – der vollkommene Bereich des Göttlichen, aus dem wir gekommen sind – existiert das Göttliche (das, was-wir-alle-sind) im immerwährenden. Im Absoluten gibt es keine Erfahrung, sondern nur das Wissen. Wissen ist ein wahrhaft göttlicher Zustand - aber die größte Freude ist im seiend. Und seiend wird nur nach der Erfahrung erreicht. Das ist die dreieinige Realität – das göttliche Muster des ewigen Seins. Innerhalb des göttlichen Universums findet sich alles in drei Begriffen wieder - so z. B. in Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der Heilige Geist.

 

Die dreieinige Realität ist die göttliche Signatur. Es ist das göttliche Muster. Dies findet sich u. a. in der Evolution wieder, denn Evolution bedeutet: wissend, erfahrend, seiend. Es ist das Dreieck des ewigen Seins. Wenn man das Dreieck dreht, wird aus den drei Endpunkten des Dreiecks ein Kreis, was dem wahren Sein entspricht. Innerhalb des Reiches der höheren Beziehungen im göttlichen Sein hat nichts was existiert ein Gegenteil. Alles ist eins und alles schreitet von einem zum anderen in einem endlosen Kreis voran.

 

Die dreieinige Realität

 

Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der Heilige - ist das göttliche Muster, was die Evolution unseres Sein ausmacht:

 

Gott der Vater ist wissend – der Urheber aller Einsichten und der Urheber aller Erfahrungen, denn wir können nicht erfahren, was wir nicht sind.


Gott der Sohn ist erfahrend – die Verkörperung, das Ausagieren all dessen, was der Vater von sich selbst weiß, denn wir können nicht sein, was wir nicht erfahren.

 

Gott der Heilige Geist ist seiend – die Entkörperung all dessen, was der Sohn von sich selbst erfahren hat. Der einfache, vollkommene Zustand des Seienden ist nur möglich, durch die Erinnerung an das Wissende und Erfahrende. Dieses einfache Seiende ist Seligkeit. Es ist der Gotteszustand, nachdem er sich erkannt und erfahren hat. Es ist das, wonach Gott sich am Anfang sehnte.

 

Die dreieinige Wahrheit

 

Die dreieinige Realität ist Gottes Signatur. Es ist das göttliche Muster. Dieses Drei-in-Einem findet sich überall in den Reichen des Höchsten, des Sublimen. Dem können wir in den Dingen, die mit Zeit und Raum, mit Gott und Bewusstsein und mit jeglichen feineren Beziehungen zu tun haben, nicht entkommen. Andererseits werden wir diese dreieinige Wahrheit in den groben Beziehungen des Lebens nicht vorfinden.

 

Diejenigen, die sich mit den feineren Beziehungen des Lebens befassen, wissen um diese dreieinige Wahrheit. Theologen haben sie als Vater, Sohn und Heiligen Geist beschrieben. Psychologen benutzen die Begriffe von Überbewusstsein, Bewusstsein und Unterbewusstsein. Spiritualisten sagen dazu Geist, Körper und Seele. Wissenschaftler sehen sie als Energie, Materie und Äther. Philosophen sagen, dass ein Ding erst dann wahr ist, wenn es in Gedanken, Wort und Tat wahr geworden ist.


Hinsichtlich der Zeit sprechen wir nur von drei Formen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ähnlich gibt es drei Momente in unserer Wahrnehmung: vorher, jetzt und danach. In Bezug auf räumliche Beziehungen, gleich ob es sich um Punkte im Universum oder in unserem eigenen Zimmer handelt, erkennen wir ein Hier, ein Dort und den Raum dazwischen.

 

Erklärung zu „Göttlichen“ Bezeichnungen

 

An dieser Stelle möchte ich zu zwei wesentlichen Punkten die im Zusammenhang mit „Gott“ stehen – und von daher auch im Bezug zu spirituellen Themen in diesem Buch und weiteren Büchern genannt werden - eine Erklärung abgeben:

 

1. Die Beschreibung „Gott als Vater oder Sohn“ hat nichts mit Geschlechtszugehörigkeit zu tun. Diese Begriffe werden nur zur bildhaften Sprache verwendet, wie auch in der zuletzt verfassten Bibel. Frühere heilige Schriften haben diese Metapher in einem Kontext von Mutter und Tochter dargestellt. Am besten können wir diese Beziehung begreifen, wenn wir in den Begriffen Eltern und Nachkommen denken oder von „Das-was-entstehen-lässt“ und „Das-was-zur-Entstehung-gebracht-wird“.

 

2. Die Beschreibung „Gott“ wird ebenso in unserer Sprache zu unserem allgemeinen Verständnis verwendet, wie dies ebenfalls die Bibel getan hat. „Gott“ oder das „Göttliche“ ist alles-was-ist und alles-was-nicht-ist. Gott ist die „Dreifaltigkeit“, das man besser mit „Das-was-entstehen-lässt“, „Das-was-zur-Entstehung-gebracht-wird“ und „Das-was-ist“ bezeichnen sollte. Um aber das Schreiben zu vereinfachen und Missverständnisse aus dem Weg zu gehen, habe ich weiterhin die allgemein verständliche Bezeichnung „Gott“ verwendet - was mit der richtigen Betrachtungsweise auch immer noch richtig ist.